Gestalt-KollegInnen zu Trauma: 6.9.23 17.30-20h

6. September 2026, 17:30 bis 20:00 Uhr auf einem hiesigen Hochschul-Zoom, die Reihe seit 2021 im vierteljährlichen Austausch, vorbereitet in einem bunten Team, manchmal mit hochkarätigen Gästen von Ausbildungs-Instituten:

Trauen wir uns Trauma?

Bei allem Respekt ist Neugier erlaubt.

ZIELE: Gestalt in die Welt tragen, Vielfalt der Gestalthaltung deutlich machen, Austausch zu eigener Haltung ermöglichen, Gestalttankstelle

Die Angst zu fassen bekommen, sie so klein zu machen, wie sie in der Geschichte HEUTE ist, zeugt uns die Geschichte bei Jim Knopf mit den Scheinriesen: Wenn ich weglaufe, werden sie noch größer …

Inhaltlich bewegt uns das Thema Trauma auch im Austausch-Kreis der GestalttherapeutInnen:

Thema Trauma, evt. Fokus Würdigung – Respekt vor der Größe des Themas – Sorge um Retraumatisierung

Wann wird Respekt zu Angst? – Grenzen der Kompetenz – Würdigung als ein erster Schritt zu Heilung

Sind wir alle traumatisiert? Sind alle traumatisiert? Ist das wirklich so? 

Ist das Thema zu groß für unser Quarterly

Offenlegen unserer Fragestellung, Chance zum Austausch über das Thema – Das GROßE Thema Trauma

Arbeitstitel : Trauen wir uns ans Trauma? Bei Interesse für die Einladung zur zoom-Konferenz anmelden,
auch für Interessierte kostenlos möglich, wir werden nicht zu sehr fachsimpeln und sind hörbereit!

Kultur der Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit auch für sich selbst, denn gute Kunst und Kultur ist immer auch die Reflexion der eigenen Situation, des eigenen Dasein in der Gesellschaft, auch der Geschwindigkeiten von Arbeit, Konsum, Lebensstil.

Gestalt und Gestalten

Gestalt und Gestalten brauen auch die Selbstwirksamkeit: Was kann ich aufnehmen, woran reibe ich mich, was bewegt mich noch länger, was will ich selbst bewegen?

München ist Kultur MiK https://www.muenchenistkultur.de ist Sommer 2026 im Habibi Kiosk der Kammerspiele frisch gegründet, am Zamanad-Festival 12.+13. September 2026 erstmals öffentlich präsent, meine Themen von Augusto Boal und Paulo Freire zu Demokratie und Nachhaltigkeit durch Forumtheater und Zukunftswerkstätten – incl. Fediversum und Schreibwerkstatt]] in wordpress

Selbstorganisation Geschichtsarbeit https://www.muenchenistkultur.de

Gestalttherapie & Selbsthilfe

Gestalt im internationalen Denken

Gestalt ist alt wie die Welt

Gestalt ist ein Wort aus der Zeit vor 100 Jahren

Gestalt-Gespräche in der Supervision

Gestalt-Gespräche im regelmäßigen offenen Gesprächskreis

Gestalt-Gespräche Quarterly im vierteljährlichen Austausch

Forschendes Denken lernen: Statt Halbbildung

„Onkel Wolfi“ lässt grüßen

„Onkel Wolfi“ wirkt weiter: So, wie sich Hitler gerne Kindern vorgestellt hatte, ging es von Wolfsburg mit der VW-Produktion des Volkswagen bis zur Wolfsschanze in Polen, und unsere ReGierungspolitik und alle Geldgeier-Faschisten werden hinterher trampeln, wenn uns nichts besseres einfällt:

Autoproduktion kann auch mit Waffen wieder besseren Profit an der Börse schaffen, und wir retten die Renten der restlichen Generationen mit versprochenen Rüstungs-Renditen.

Die Gewerkschaften werden sich entscheiden müssen:

Der 1. September ist der Antikriegstag, weil Deutschland 1939 da Polen überfallen hat.
Meist sind es die Gewerkschaften, die sich für diesen Termin verantwortlich fühlen.

Das IMI (Informationsstelle Militarisierung Tübingen) hat (ganz unten in dieser e-Mail) eine Materialliste zusammengestellt, etwa für Infotische oder zum Verteilen; das dort genannte Buch müßte rechtzeitig bis diesen Freitag bestellt werden:

Materialien für den Antikriegstag:

— Broschüre: Den Betrieb entrüsten: Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute (1,50 Euro, ab 10 Ex. 1 Euro)
— Factsheet „Kanonen statt Butter“ (gratis)
— Broschüre: Warum die AFD keine Friedenspartei ist (gratis aber nur noch kleinere Mengen)
— AUSDRUCK (März 2026): Schwerpunkt Militärrepublik verweigern! (76 Seiten/5 Euro)
— Und natürlich die oben erwähnten ganz neuen Materialien. Das Buch Kriegstüchtig an allen Fronten (19,90) sowie das neue Factsheet „Potentiell autonome Waffensysteme“ (gratis)“

Buch: Kriegstüchtig an allen Fronten

Das neue Buch „Kriegstüchtig an allen Fronten: Kanonen statt Butter – Rüstung durch Sozialabbau“ von IMI-Vorstand Jürgen Wagner ist soeben erschienen (Inhaltsangabe siehe unten).

Im Buchhandel wird es wohl erst in einigen Tagen zu haben sein, wir haben aber bereits Vorabexemplare bekommen, die wir natürlich gerne verschicken.

Das rund 300 Seiten umfassende Buch kann zum Preis von 19,90 Euro unter imi@imi-online.de bestellt werden – gerne auch zusammen mit anderen Materialien als kleines Paket zum Antikriegstag (siehe unten). Bestellungen dafür müssten allerdings bis spätestens Freitag 12h eingegangen sein.

Jürgen Wagner
Kriegstüchtig an allen Fronten
Kanonen statt Butter – Rüstung durch Sozialabbau
Neue Kleine Bibliothek 360
Paperback, etwa 300 Seiten
ISBN 978-3-89438-873-7

Weitere Infos, Klappentext (bald auch erste Rezensionen) etc. finden sich hier: https://www.imi-online.de/2026/08/25/neues-buch-kriegstuechtig-an-allen-fronten/

in kürze würde sie 80 werden …

Ilse Schimpf-Herken wächst in Friesland auf. Der Enge und Tristesse der Nachkriegszeit entflieht sie zunächst in die Geschichten ihres Vaters. Der erzählt dem Mädchen, wie die Familie sich in seit den 1930er Jahren „sehr kritisch“ gegen die örtlichen Nazistrukturen stellte und auch von seinem Jugendtraum, nach Chile auszuwandern. Ilses eigener Weg führt sie nach der Schulzeit zuerst nach Frankreich, wo sie eine Ausbildung als Sekretärin beginnt. Im Frühling 1968 überredet sie eine Kollegin die Studierendenprotest zu unterstützen. Auf den Straßen Paris‘ blühen die Kirschen, revolutionäre Lieder werden gesunden und Ilse schleppt Matratzen in Universität Sorbonne, um die Besetzung etwas gemütlicher zu machen. Später sagt sie, nicht akademisches Linkssein hätte sie in diese Situation gebracht, sondern ein Bauchgefühl, ein Wunsch nach Befreiung und „einer anderen Form gesellschaftlichen Umgangs“.

Zurück in Deutschland beginnt sie an der Ruhr-Universität ein Soziologiestudium. Endlich will auch sie mitdiskutieren. Doch wie schon in Paris erfährt sie in den Hörsälen und bei studentischen Treffen eine „starke Vormachtstellung der Männer“. Also Flucht nach vorn. Gemeinsam mit vier Kommilitoninnen bewirbt sie sich auf ein Auslandsstipendium in Venezuela. Von Beginn an sieht sie die Forschung dort als Zwischenstation – Chile bleibt auch für sie ein Sehnsuchtsort. Auf ihrem Weg dorthin will die junge Wissenschaftlerin Expertise und Erfahrungen sammeln, vor allem die Erwachsenenbildung für die ländliche Bevölkerung interessiert sie. Ob standardisierte Fragebögen, mit denen sie in Venezuela die Bauern und Bäuerinnen aufsucht, dafür der richtige Ansatz sind? Schnell kommen ihre Zweifel an dieser Art quantitativer Sozialforschung. Sie geht nach Mexiko, in jenes Land, in dem 1910 die Campesinxs unter dem Motto „Land und Freiheit“ den Aufstand probten. An den Universitäten habe 60 Jahre später jedoch „dieselbe akademisch arrogante Form des Diskurses vorgeherrscht,“ erinnert sich Ilse noch heute indigniert.

Dass der Abstecher nach Mexiko zu einem Schlüsselerlebnis wird, verdankt sie einem Seminar des brasilianischen Befreiungspädagogen Paulo Freire. Der berichtet 1971 in einem Seminar in der mexikanischen Kleinstadt Cuernavaca, wie er in Südamerika Erwachsenen das Lesen und Schreiben beibrachte. Sein Ansatz der Alphabetisierung setzt an der Realität der Menschen an. Ziegelstein. Milch. Das seien starke Wörter, die zum Lernen motivieren – und zum Nachdenken, über das eigene Leben in der Gesellschaft. Dass Freire ein halbes Jahrzehnt auch in Chile arbeitete, macht Ilse die Entscheidung leicht, nun endlich einen Blick hinter die Anden zu wagen.

In Chile regiert inzwischen die Unidad Popular, die an den Methoden Freires festhält, aber inzwischen ein neues Textbuch für die Alphabetisierungskurse editiert. Die junge Soziologin aus Deutschland findet sich schnell in einer Expertinnenrolle wieder, die ihr selbst nicht ganz geheuer ist und arbeitet an der Endfassung des Buches mit. Doch in Santiago hält es sie nicht lange. Sie will mehr vom Land sehen, aus nächster Nähe erleben, ob das Textbuch ankommt und herausfinden, wie sich beim Aufbruch in den Sozialismus auch Menschen mit ins Boot holen lassen, „die durch Armut oder durch Unterdrückung bisher zum schweigen verdammt waren.“ Auf Einladung der chilenischen Anthropologin Sonia Montecino geht sie in den Süden des Landes, arbeitet und forscht mit ländlichen und indigenen Gemeinden.

Es sind prägende Monate, in denen Ilse auch einer interkulturellen Dimension der Erwachsenenbildung und Wirtschaftspolitik gewahr wird. Was heißt es, Mapuche-Indigene nicht in ihrer Sprache, dem Mapudungun, zu alphabetisieren, sondern auf Spanisch? Welche Folgen würde es für die lokale Tauschökonomie haben, wenn die Decken und Ponchos indigener Weberinnen künftig vom Staat aufgekauft würden? Leider bleibt ihr wenig Zeit diese Fragen zu vertiefen. 1972 geraten Internationalist*innen wie sie ins Visir der Opposition, die versucht aller Ausländer*innen als teil einer weltweiten kommunistischen Verschwörung zu diffamieren. Ilse will ihren Kolleg*innen nicht zur Last fallen und geht zurück nach Deutschland.

In Hamburg und Berlin wird sie schnell aktiv in den örtlichen Chile-Komittees, setzt sich ein, für die Chilenen und Chileninnen die seit 1973 vor der Diktatur in Exil flüchten. In Deutschland findet sie zugleich den nötigen Abstand und die Zeit, ihre pädagogischen Erfahrungen in einer Doktorarbeit zu verarbeiten: „Erziehung zur Befreiung. Paulo Freire und die Erwachsenenbildung in Lateinamerika.“ Danach arbeitet sie als Beraterin für den Weltfriedensdienst und lehrt an der Technischen Universität Berlin im Bereich Jugendsoziologie. Bekannt wird sie später mit dem Austauschprojekt Vagamundos, ein Fortbildungsprogramm für Lehrer*innen aus Deutschland und Chile. Bis heute leitet Ilse Schimpf-Herken das Paulo Freire Institut in Berlin und engagiert sich in Europa und Lateinamerika für eine „andere Bildung“ für eine „andere Welt“.

incl. sehr schönes interview mit ihr

infos zu paulo freire im AKI-wiki
http://wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/Paulo_Freire

anmerkungen, hinweise, …
gerne an unseren wunderbaren Bibliothekar, unser externes Gedächtnis

====Wir trauern um … Ilse-Schimpf-Herken, die am 6. Januar 2021 verstorben ist====

Wir trauern um unsere Kollegin, Mitstreiterin und Freundin Ilse-Schimpf-Herken, die am 6. Januar
2021 verstorben ist.

Annette Nana Heidhues, Ilse Schimpf-Herken, Marianna Schmidt Quintero

Begegnung verändert Gesellschaft

Ansätze einer von Paulo Freire inspirierten Bildungspraxis


Bitte um ein Rezensionsexemplar

Die Hälfte des Lebens

Hölderlin hatte ich am Feuer gesungen, nachdem ein paar Regentropfen einige ins Bett getrieben hatten: 

FRIEDRICH HÖLDERLIN

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

1805 waren die Zeiten noch etwas düsterer …

vorlesen lassen: planetlyrik.de/lyrikkalender/friedrich-hoelderlins-gedicht-haelfte-des-lebens/

Und denkst du, ich fürchte den Ausgang? Liebster! manchmal will’s mich überfallen, aber meine größern Gedanken halten, wie Flammen, den Frost ab. (Hölderlin)

Immer spielt ihr und scherzt? ihr müßt! o Freunde!
mir geht dies In die Seele, denn dies müssen Verzweifelte nur. Friedrich Hölderlin

Angst-Störungen nehmen rapide zu

Comic oben von @fernandez@troet.cafe

Es mag auch an den rasanten Wetterwechseln dieser Tage liegen, aber die Angst-Störungen aller Art nehmen gerade rapide zu: Bei manchen kommen sie zuerst als Burn-out oder Depression daher, bei manchen als allgemeine Erschöpfung, aber auch Kontrollzwang und politische Verzweiflung würde ich dazu nehmen.

Nun erlebe ich allerlei neue psychologische Angebote bei Klimaherbst und Volkshochschulen, aber ich sehe noch wenig Hinweise auf politische Selbstorganisation und Selbsthilfe, auf nachbarschaftliche Projekte.

Erste Hilfe: Meidet billiges Schweinefleisch!

Die Schlachthöfe sind die Hölle für die Tiere, ihre Angst-Hormone bekommt ihr im billigen Fleisch serviert!

Zweite Hilfe: Welche Freund*innen sind belastbar?

Vorsicht: Nicht die, die dir immer Recht geben und unkritisch in deine Stimmung einstimmen:
Du braucht kritische Hilfe, überlege gut, mit wem du zuletzt uneinig warst, vielleicht gar gestritten?

Dritte Hilfe: Eine Selbsthilfegruppe finden oder gründen:

Du bist nicht die einzige betroffene Person! Gute Selbsthilfegruppen sind nie ganz im Einklang, aber sie kennen die Abläufe von Krisen und die verschiedensten Erfahrungen mit Selbststeuerung darin, die für jede Person anders sind: Wie finden wir im Austausch unsere eigenen Stärken und bisherigen Lösungswege?

Vierte Hilfe: Lass dich von der Hausärztin beraten

Besprich mit ihr, welche Bestärkungen du schon ausprobiert hast, was dich belastet und was davon die Arbeit, die Gesundheit, das Kollegium oder die Auftragslage ist: Und wie du schon versuchst, KonZENtration zu finden, deine Ausgaben zu reduzieren, den Lebensstil zu vereinfachen.

  1. Liste anlegen
  2. Liste aufhängen
  3. Liste betrachten … und bearbeiten?

Manchmal helfen heute auch politisch Gruppen, Parteien verfolgen oft zu sehr eigene Ziele …

Das Leben rückwärts sehen

Manchmal, vor allem bei guten alten Freunden, ist es gut, an die alten Stärken zu denken: Unsere großen Momente, die Überraschungen und plötzlichen Erkenntnisse, die hängen geblieben sind.

Biografien kann man malen, thematisch etwas herausholen, berufliche Themen, Beziehungen, Muster von Krisen und ihrer Bewältigung, Unfälle und Vorfälle, Demonstrationen oder Ängste, Partys oder Hochzeiten anderer, auch guter Freunde oder Verwandten, Geburtstage …

In der therapeutischen Arbeit gibt es oft zuerst Gegenwehr, bis eine Vereinbarung entsteht, vielleicht über Gestaltung, Methoden und das Versprechen, einen guten Abschluss zu finden, denn Ängste vor alten Verwundungen warnen manchmal massiv.

Und die größte Versprechung: Selbst-Verständnis, denn keine menschliche Verletzung, die überlebt wurde, kann mich noch einmal verletzen, auch wenn die Angst in mir geblieben ist.

Die Bilder, vielleicht Texte, die dabei entstehen, können ein Heft oder Buch werden, das meine Stärken spiegelt, mein Überleben und Gesunden …

Erich Mühsam hatte wilde Zeiten

Vom geschlagenen Lübecker Apothekersohn mit Heinrich Mann und Thomas Mann in der Nachbarschaft, Berliner Zeiten mit Gustav Landauer und Künstler-Gemeinschaften, in München in Schwabinger Szenen, in der Schweiz mit seiner Beziehung zu Johannes Nohl am Monte Verita, etliche Frauenbeziehungen, bis ihn seine Zenzl Elfinger in die Arme und Ehe schloß,

mit ihr in der Revolution in München, nach Kurt Eisners Ermordung in der Räteregierung, entführt von den Rechte, jahrelang im Knast, nach Berlin ausgewiesen, im Aufbau der Roten Hilfe, in der Hufeisensiedlung und nach dem Reichstagsbrand im KZ ermordet: 10.Juli 1934 – seine Frau Zenzl rettete viele seiner Gedichte und Tagebücher über Prag nach Moskau, dort als Anarchistin im Arbeitslager, ist später in Ostberlin 1962 gestorben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_M%C3%BChsam

CSD-Wochen und Demo München

Während der #Bundestag den 17.5. als #Flaggentag für den #Regenbogen festgelegt hat, der CSU-Bürgermeister in #Aschaffenburg die #Integration für so vollständig hält, dass so etwas nicht mehr nötig ist, #Dresden von den Vereinen die Kosten für kommerzielle Betreiber verlangt, feiert sich #München seit Tagen mit Fähnchen an Bus und Tram und bereitet zwei Wochen an Vorarbeiten vor: Die Ludwigstraße wird drei Tage mit Bühnen und Ständen die Forderungen bringen:

CSD-Muenchen.de hat das ganze Programm der PrideWeeks 11.-28. Juni ’26

§175 und seine Auswirkungen bis heute

In Bayern galt bis 1871, bis zum Beitritt des Königreich Bayern zum Deutschen Reich, französisches Recht, das keine Verfolgung der Homosexualität kannte.

Vor 150 Jahren hat uns König Ludwig II. mit dem Verkauf Bayerns an das neue Kaiserreich gegen eine Menge Geld aus Bismarcks „Reptilienfonds“ für den Bau seiner Schlösser, die nach seinem Willen nach seinem Tode in die Luft gesprengt werden sollten, statt dem bisher geltenden französischen Recht (ohne einen solchen Paragraphen) das preußische Kaisertum und sein Strafrecht mit den §§175 eingebrockt.

Aber in Täuschland schreiben wir unsere Geschichte immer schön, wie alle ReGierenden, machen aus Ludwig einen traurig verirrten gemordeten Märchenkönig und in München auch aus einer Siegesgöttin nach dem 1870er Krieg gegen Frankreich einen „Friedensengel“. „Kein Kuß mehr, Reinheit … Königtum!“

Queerer Aktionsplan auch für Bayern?

Stand 2024 bundesweit in allen anderen Bundesländern: Es gibt einen queeren Aktionsplan und Ausführungen gegen Diskriminierung in den verschiedenen Lebensbereichen

Die Situation der Aktionsgruppen in Bayern: Es hattte sich ein Organisationsnetz gebildet, der Bayrische Jugendring BJR und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis koordinierten die Vorarbeiten in den organisierten Szenen, viele Gruppen und der Lesben- und Schwulenverband, jetzt LSVD+ – Verband Queere Vielfalt / Bayern sammelte die Informationen bei 32 CSD-Veranstaltungen 2024 auch in mittleren Städten, an regionalen Stammtischen und in örtlichen Selbsthilfegruppen, wachsende Vielfalt der thematischen Gruppen, bi+, poly, Fetisch, Alter, Musik … und die Übergabe der Materialien an das Bayrische Sozialministerium zur Ausarbeitung.

Seitdem öffentlich: Stille. Interne Meldungen: Aiwanger ist dagegen. Läßt das Thema immer wieder streichen.

Lesben- und Schwulenverband plus* LSVD⁺ im Mai 2026

LSVD+

Die Rechte und die Sicherheit von LSBTIAQ* stehen weiterhin unter Druck

Die automatisierte Weitergabe von Geschlechtseinträgen und Vornamen (einschließlich früherer Daten) an Sicherheitsbehörden im Rahmen des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) in Bayern stellt nicht nur ein Zwangsouting mit damit verbundenen Sicherheitsrisiken für Betroffene dar, sondern bedeutet auch einen Verstoß gegen den Zweck des Offenbarungsverbots und den Datenschutz.

Zudem bleibt die beschlossene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) deutlich hinter den Versprechen der Bundesregierung zurück und verbessert den Schutz vor Diskriminierung lediglich punktuell. 

Zum 17. Mai machten wir deutlich: Deutschland und die Bundesregierung stehen in der historischen Verantwortung, sich auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft klar gegen Queerfeindlichkeit einzusetzen.

Auch am 77. Geburtstag des Grundgesetzes bleiben LSBTIAQ* darin eine historische Leerstelle.

Radio Queeruferlos

Seit mehr als 30 Jahren, nun am 1.+3. Donnerstag des Monats 21-22h auf UKW 92,4 und auf DAB+ und im Internet, am 4. Juni und 18. Juni mit den wichtigsten aktuellen Ergänzungen:

mit dem DJ und Musiker Jens Poenitsch und dem Künstler und Verleger Martin Arz :
Eine Neue Band am CSD, die alte Formation und dazwischen viel als DJ –

und ein Buch munich sounds better with you zur Zeit mit Donna Summer:
Wir werden aus seinem aktuellen Leben und seiner Musik hören, und von der künstlerischen und verlegerischen Arbeit: Munich Sounds better with you – im Hirschkäfer-Verlag von Martin

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Graf Rumford und Horst Middelhoff 18.-26.

RUMFORDSTRASSE 32 – Ein neuer Ort

Geboren Massachusetts, hat Graf Rumford in München Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind:

Als Erfinder der Rumford-Suppe und Initiator der Suppenküchen reformierte er die bayerische Armee und schuf den Englischen Garten.

ab 18. Juni – 27.06.2026 -Marching on – Queere Proteste von Horst Middelhoff

Horst Middelhoff Selfi mit Herz im Spiegel

Die Ausstellung „Marching on“ präsentiert eine fotografische Retrospektive schwuler und queerer Protestbewegungen der Jahrtausendwende in München, Berlin und den USA.

Die Aufnahmen stammen aus dem Nachlass des 2025 verstorbenen Fotografen Horst Middelhoff, der sich leidenschaftlich für die schwule Szene Münchens engagierte und diese zeitlebens mit seiner Kamera dokumentierte.

Von farbenfrohen CSD-Paraden bis hin zu ACT-UP-Demonstrationen im Zuge der Aids-Krise spiegeln die Fotos eindrücklich die Vielfalt der queeren Community sowie ihre politische und programmatische Entwicklung im Wandel der Zeit.

Zugleich erzählen sie aus der persönlichen Perspektive Horst Middelhoffs von den Menschen, die die queere Szene Münchens maßgeblich prägten und sie bis heute lebendig gestalten.

Im Rahmen der Münchner Pride Weeks lädt die Ausstellung dazu ein, auf die Errungenschaften der LGBTIQ*-Community zurückzublicken, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich weiterhin solidarisch für queere Rechte einzusetzen.

Die Ausstellung möchte die öffentliche Sichtbarkeit von LGBTIQ* stärken und einen Raum schaffen, in dem ein generationenübergreifender Dialog entstehen kann, der das Engagement früherer Aktivist*innen würdigt, gleichzeitig aber auch den Blick auf gegenwärtige Herausforderungen sowie zukünftige Perspektiven der queeren Community richtet.

Die Ausstellung wird konzipiert und kuratiert von Lisa Hirdes, PLATFORM München und Albert Knoll,
Forum Queeres Archiv München e.V. Ausstellungseröffnung: 18.06.2026, 19 Uhr.
Die Ausstellung wird gefördert von der Münchner Regenbogen-Stiftung.

Generationen ohne Nachkriegsschäden?

Während wir noch an den Bombenfunden aus dem letzten Krieg in Alarme geraten und in den Altenheimen und Krankenstationen die Demenz der letzten Kriegsgeneration die Erinnerungen löscht, die mit autoritärer Erziehung unter Denunziations- und Sündenangst den äußeren Schein durch OP’s und Friseur-Künste aufrecht erhalten …

Die Revolten der 1960er Jahre gegen die wieder etablierten Alt-Nazis in allen höheren Posten und Universitäten, mit Folgen bis heute: In Bayern die Juristen- und damit auch Richter-Ausbildung bis Anfang der 1980er Jahre mit Professor Maunz „Der Wille des Führers ist Gesetz!“ – sogar als CSU-Kultusminister von 1957 bis 1964 war das CSU-Mitglied Maunz bayerischer Kultusminister, nachdem seine alten Schriften auch durch Hildegard Hamm-Brücher bekannt gemacht wurden.

Die kleinen Bewegungen, die entstanden, in vielen Jugendgruppen und Studierenden-Gemeinden mit sozialpolitischen Arbeitskreisen, die sich im ganzen Land austauschten und organisierten, in der Arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer Arbeitskreise AG SPAK, in Parteien und Verbänden

Die nächsten Generationen können – je nach Aufwachsen – neue Verhaltensweisen entwickeln

Die Ängste der Nachkriegszeit

Befreiungsbewegungen im Antikommunismus

Amerikanische Befreiungsbewegungen in der Literatur

Allen Ginsberg und die literarischen Aufbrüche in den #USA in der „Beat Generation“ werden die Bewegungen grundieren können, mit Patti Smith „Power to the people!“ wie der Blues und die verschiedenen folgenden Musikstile die Befreiung der Schwarzen mit Billie Holiday, der Frauen und der Queeren begleitet haben,

wie damals Bob Dylan für die #Weatherman zum Stichwort-Gebenden wurde: „You don’t have to ask the Weatermen …“ woher der Wind weht:

Nur wenige wissen noch, wie die #Vietnam#Krieg’s-Bewegungen begannen, mit durchaus kräftigen Bomben-Anschlägen, aber ohne menschliche Ziele, das war immer faschistische Art …

Auch der SDS hatte ein US-Vorbild ….

… aber befreiende Pädagogik kam aus Südamerika:

Paulo Freire und Augusto Boal

Paulo Freire starb 75-jährig in Sao Paulo – am 2. Mai 1997

Am Freitag, 2. Mai ’97 verstarb unser Freund und Vorbild Paulo Freire. Wie kein anderer pflegte er den Dialog und ermunterte alle pädagogisch und politisch Tätigen, die Lebenswelt mit den Lernenden zu teilen und mit ihnen gemeinsam Wege zu entwickeln, ihre Situation zu verändern. Wir werden versuchen, sein Anliegen weiter zu verwirklichen.

Kurzporträt Paulo Freire

Geboren am 19.9.1921 in Recife (Nordosten Brasilien) unter dem Namen Paulo Reglus Neves Freire

1928 aufgrund der Weltwirtschaftskrise, Umzug mit der Familie nach Joboatao. Als Paulo Freire 13 Jahre alt war, starb der Vater und für eine ganze Reihe von Jahren regierte der Hunger in Paulo Freires Leben. „In der Schule konnte ich das Vierer-einmaleins nicht, kannte auch nicht die Hauptstadt Englands, ich kannte aber die Geographie des Hungers…“ Mit großer Anstrengung gelang es ihm, ein Jurastudium zu absolvieren.

1944 Heirat mit Elza Maria Oliviera, einer Grundschullehrerin. Von ihr wurde er angeregt, sich intensiv mit erziehungswissenschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.

1946 Arbeit als Lehrer für portugiesische Sprache in der Abteilung für Erziehung und Kultur im Sozialdienst der Industrie, später dort als Direktor für den Bundesstaat Pernambuco tätig.

1956 verließ Freire sein Amt im Sozialdienst der Industrie teils wegen Unstimmigkeiten mit der Unternehmensseite bezüglich seiner demokratischen Arbeitsmethode, teils weil ihm die Grenzen der assistenzialistischen Hilfe bewußt wurde.

1961 startete eine von Freire konzipierte Alphabetisierungskampagne in Brasilien auf nationaler Basis. Der damalige Präsident Goulart ordnete an, daß mit Freire’s Methode in „20.000 Kulturzirkeln“ 2 Millionen Erwachsene alphabetisiert werden sollten..

1964 Staatsstreich durch die Militärs, Freire mußte 75 Tage ins Gefängnis und dann ins Exil. In der Folgezeit arbeitete er u.a. 4 Jahre in Chile (Agrarministerium, Fortbildung für landlose Bauern) und ein Jahr an der Universität in Harvard (USA) als Gastprofessor.

1971 übernahm er beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf die Stelle als Berater für Bildungsfragen in den „Entwicklungsländern“. In dieser Zeit war er in vielen Ländern (spez. in Sao Tomé und Principe, Mozambik, Angola, Nicaragua) tätig.

1980 nach der Demokratisierung in Brasilien die Erlaubnis zur Rückkehr aus dem Exil. Dort Mitarbeit u.a. im Rahmen der Erzdiözese Sao Paulo (Kardinal Arns), an der Kath. Universität (PUC), sowie ab 1989 als Stadtrat für Erziehungsangelegenheiten in Sao Paulo.

1991 trat Freire von diesem Posten zurück, um wieder mehr im Bereich der wissenschaftlichen und beraterischen Arbeit tätig zu sein.

1994 hatten wir Paulo Freire und seine zweite Frau, die Historikerin Ana Maria Freire in München zu Gast.

Zu seinem zentralen Thema „Verantwortung in der dritten und ersten Welt übernehmen.“

„Die an mich oft gerichtete Frage oder Feststellung lautet: „Paulo, Du bist ja schon ein interessanter Mensch. Auch Dein Diskurs ist schön, aber Du sprichst nicht von unserer Wirklichkeit. Wir, in der Ersten Welt, haben nichts mit dieser Bewusstseinsbildung zu tun.“

Hinter solchen Feststellungen oder Fragen verbirgt sich in Wirklichkeit die Angst davor, die Dritte Welt in der Ersten Welt zu entdecken. Es ist die Angst davor, die Verantwortung für die ungerechte Weltordnung zu übernehmen, „anzunehmen“. Es ist das Schuldgefühl, Erst-Weltler zu sein.

Dieses Schuldgefühl sollte abgelegt, am besten auf den Müllhaufen geworfen werden. Keine Angst vor der Freiheit zu haben, das ist notwendig. Ich spreche von Pädagogik, der Wissenschaft der Erkenntnis, von Politik etc. und ich glaube nicht, daß alle diese Bereiche, über die ich spreche, daß es diese Bereiche in der „1. Welt“ nicht geben soll.

Ich spreche genau von dieser pädagogischen Beziehung zwischen den Menschen und ich glaube nicht, daß diese pädagogische Beziehung zwischen den Menschen der „1. Welt“ nicht stattfindet. Das ist also die „Angst vor der Freiheit“ von den „Erst-WeltlerInnen„. Ich sage Euch aber auch, daß ich Angst vor der Freiheit habe. Was ich aber wirklich versuche, in meinem Leben zu praktizieren, ist: die Freiheit zu lieben und nicht Angst vor ihr zu haben.“

Paulo Freire hat von über 20 (zuletzt 35) Universitäten die Ehrendoktorwürde erhalten. Seine Bücher sind in 18 Sprachen weltweit übersetzt. Die wichtigsten Bücher, in denen er die Grundelemente seiner befreienden Pädagogik darlegte, waren:

  • Pädagogik der Unterdrückten, Reinbeck, 1973 -Manuskript ab 1968 in Verbreitung
  • Pädagogik der Solidarität – Für eine Entwicklungshilfe im Dialog, Wuppertal, 1974
  • Erziehung als Praxis der Freiheit, Reinbeck 1977 (in Brasilien 1965 erschienen)
  • Dialog als Prinzip – Erwachsenenalphabetisierung in Guinea-Bissau, Wuppertal, 1980.
  • Der Lehrer ist Politiker und Künstler – Neue Texte zur befreienden Bildungsarbeit“, Reinbeck 1981
  • 1994 erschien das Buch „Pädagogik der Hoffnung“ in Englisch und Portugiesisch, eine engagierte Anwendung seiner Erziehungskonzeption auf die 90er Jahre.

Sein letztes Buch „Im Schatten des Mangobaumes“ (Rio 1995) kann als Kritik am neoliberalen Wirtschaftsmodell gelesen werden. In ihm entwickelt er die Aufgaben des dialog-orientierten progressiven Pädagogen in postmodernen Zeiten.

Die Ideen Paulo Freire’s wurden hier durch die 1977 gegründete

Europäische Arbeitsgruppe Bewußtseinsbildung

verbreitet, die sieben Mitgliedsgruppen umfasste:

  • ArbeitsGemeinschaft SozialPolitischer ArbeitsKreise AG SPAK München,
  • Centro di Animazione per ‚l Autogestione Populare (Palermo / Italien),
  • Friedensuniversität Namur (Belgien) Jugendakademie Walberberg (Bornheim- Köln)
  • Institut Oecuménique pour le Dévelopement des Peuples (Paris),
  • Mouvement d‘ Animation de Base / International Ontmoetingscentrum (Hasselt / Belgien)
  • und die Escuela Professionale Emigrati / Berufsschule der Emigrierten (Zürich).

Aus diesem Dachverband ist Anfang der neunziger Jahre in Deutschland und Belgien die Paulo Freire Gesellschaft e.V. München entstanden, die sich der Aufgabe stellt, die theoretischen Grundlagen der Freire-Pädagogik zu erforschen und die Praktiker mit den Forschern in Verbindung zu bringen. Zahllose Fachtagungen wurden in den verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt.

Vor allem in Latein- und Mittelamerika hat Paulo Freire grundlegende Veränderungen in der Erwachsenenbildung bewirkt, aber auch in Afrika bildet sein Ansatz die Grundlage der bildungspolitischen Basisarbeit.

Freire selbst hat längere Zeit in den ehemaligen portugiesischen Kolonien (Angola, Mozambik, Sao Tome und Principe) gearbeitet und dort einen entscheidenden Einfluß auf das Bildungssystem ausgeübt.

Heute werden die anthropologischen und pädagogischen Prinzipien der Freire-Pädagogik in Schwarzafrika in zahllosen Bildungsorganisationen angewandt. Das letzte Heft unserer Zeitschrift für befreiende Pädagogik ist diesen Projekten gewidmet.

Für Juli dieses Jahres (1996) war Paulo Freire von der UNESCO zum Weltkongress der Erwachsenenbildung nach Hamburg eingeladen, die Paulo Freire Gesellschaft plante eine Tagung in Loccum und Treffen mit ihm in verschiedenen Städten. Ein Sammelband mit Berichten aus der Arbeit in unseren europäischen Situationen ist für Sommer geplant. Die Universität Oldenburg wollte ihm die Ehrendoktorwürde verleihen.

Für das Wintersemester ’97 hatte ihn die Harvard-Universität zur Entwicklung einer Pädagogik für das 21. Jahrhundert eingeladen.

*) Vorstand der Paulo Freire Gesellschaft 1996-98: Eva Maria Antz (Köln-Brühl), Marita Hecker, Frankfurt, Dr. Heinz Peter Gerhardt (Bonn), Fritz Letsch (München), Prof. Dr. Manfred Peters (Namur), Andreas Schauder (Schallstadt-Wolfenweiler), Heinz Schulze (München) Dr. Ilse Schimpf-Herken, Berlin

Die UNESCO hatte ihn als Hauptredner zur Weltkonferenz Erwachsenenbildung eingeladen und plante ein internationales Memorial

der pädagogische US-Fachverlag Peter Lang plant für die nächste Ausgabe der Taboo eine Würdigung Peter Lang Publishing

Paulo Freire und die zeitschrift für befreiende pädagogik

Zur theoretischen Verbindung der beiden Praktiker in der Kritischen Praxis auf Freire-Boal

Paulo Freire (* 19. September 1921 in Recife; † 2. Mai 1997 in São Paulo) war ein in Theorie und Praxis international einflussreicher brasilianischer Jurist, Pädagoge und weltweit rezipierter Autor (wikipedia ) und wirkt international in Kritische Pädagogik wie Kritische TheorieKritische Praxis auch auf Freire-Boal

Die Gedanken und pädagogischen Ansätze von Paulo Freire in der Pädagogik der Unterdrückten waren in den siebziger Jahren so revolutionär, dass sie viele Menschen weltweit begeisterten. Konservativen Politikern und PädagogInnen erschienen sie (manchen bis heute) zu „verdächtig“, um sie in unsere Bildungs-Praxis umzusetzen:

Freire unterteilt den Prozess der Bewusstseinsbildung in drei Stufen:

1. semi-transitives Bewusstsein: Der Mensch sieht seine Situation als unveränderlich an und sein Erfahrungswert ist damit begrenzt. Er hat keine Kraft Widerstand zu leisten und resigniert.

2. naiv-transitives Bewusstsein: Durch den Dialog nehmen die Menschen ihre Lebenswelt und die damit verbundenen Widersprüche wahr.

3. kritisch-transitives Bewusstsein: Der Mensch nimmt die Missstände der Welt in der er lebt nicht nur wahr, sondern er kann sie auch kritisch reflektieren. Er ist in der Lage Lösungen für seine Probleme zu suchen.

Das Ziel von Freire ist es, dass die Bevölkerung die dritte Stufe des Bewusstseins erlangt.

Von Alphabetisierung, „educación popular“, solidarischer Ökonomie, lokaler Politik, Bewegung arbeitender Kinder, Konzepte für viele Basisorganisationen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, bis zu demokratischer Unternehmensführung gehen die „Auswirkungen“ der befreienden Pädagogik von Paulo Freire.

Bankiers-Erziehung nannte Freire die Art, fertiges Wissen in die Köpfe der Kinder einzulagern und wieder abzufragen, Bulimie-Lernen nennen es heute Studierende, wenn sie mit Halbbildung für Berufe vorbereitet zu werden, statt selbst zu forschen und zu studieren. Heute wird international die Ecopedagogy hervorgehoben

Unsere Kultur des Schweigens mit den giftigen Mythen aufdecken:

Das Theater der Unterdrückten, das Augusto Boal im selben Kontext entwickelte, Teile der Befreiungstheologie, die „ Partzipativen Haushalte“ (Bürgerhaushalt) sowie die Arbeit an der „Lernenden Organisation“ beziehen den Hintergrund von ihm, die Idee des Weltsozialforum entstand im Porto Alegre durch Chico Withakerhttps://de.wikipedia.org/wiki/Chico_Whitaker

Im Regenbogen der Wünsche, ursprünglich Rainbow of Desire entwarf er noch psychologisch tiefergehende Arbeitsweisen mit Theatermethoden auf der Bühne. Zuletzt schrieb Augusto Boal noch eine Aesthetik der Unterdrueckten, die seinen pädagogischen Weg zu einer gesellschaftlichen Sichtweise beschreibt.

Im Jahr 1994 war Paulo Freire bei uns in München

1994 hatten wir, die Paulo Freire Gesellschaft ihn in München und in verschiedenen europäischen Städten zu Gast,  1996 konnte eine weitere Deutschland-Reise, bei der er Jürgen Habermas treffen wollte, was für eine gemeinsame Tagung spannend gewesen wäre … leider nicht mehr stattfinden. Am 2.Mai 1997 ist er dann 75jährig in Sao Paulo (Brasilien) verstorben. Sein Denken trägt weiterhin Früchte.

Augusto Boal war oft in München – er starb am 2. Mai 2009 – 12 Jahre später

Ich erlebte ihn erstmals 1981, er wohnte damals in Paris, und in Berlin gab es die meisten Fortbildungen mit ihm, die grössten Projekte waren in Pasing und Gauting 1995 und 1997, im Rathaus München 1999.

Augusto Boal, 16.3.1931 in Rio de Janeiro, Brasilien geboren, gilt als einer der wichtigsten Theatermacher und Theatertheoretiker, der Anspruch ist, mit Theater die Realität nicht nur zu interpretieren, sondern diese auch zu verändern. Während seiner Exilzeit in Europa beeinflusste er auch die hiesige Theaterpädagogik und bekam 1994 von der UNESCO die Pablo-Picasso-Medaille.

Boal entwickelte die verschiedenen Theaterformen des „Theater der Unterdrückten“, wie „Forumtheater“ und „Unsichtbares Theater“ und Legislatives Theater.

Frühere Formen der Alphabetisierung und Bewusstseinsbildung auf Grund der Kritischen Theorie in der Anlehnung an die Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire im Theater waren viele körperliche Erfahrungs-Methoden, Spiele und Übungen, Zeitungstheater und „Chamber in the Street„, eine Form, die parlamentarische Abläufe auf die Straße brachte.

Eine Zeit lang arbeitete er mit psychologisch inspirierten Methoden des Regenbogen der Wünsche, die in den amerikanischen Ländern sehr schnellen Bühnenerfolg brachten, hierzulande haben wir sie eher selten angewandt.  Zuletzt stellte er ein Buch fertig, die „Ästhetik der Unterdrückten“, in dem er darlegt, wie uns der Unterhaltungsmüll reaktionsunfähig macht und wie wir zu internationaler Solidarität zurückkommen. Dann starb er am 2.Mai 2009, wie schon 1997 Paulo Freire.

Von einander lernen

Wie Bert Brecht hatte Augusto Boal mit seinen Arbeiten auch seine Methoden gesammelt, die Übungen und Spiele, nach den Orten benannt, an denen er sie gelernt hatte. So arbeitete auch die Bewusstseinsbildung mit Elementen des Volkstheater,

Das gemeinschaftliche Lernen und Forschen von Freire ist auch im Ansatz schon bei Rosa Luxemburg zu finden:

Theorie sucht nach der Quelle, die Praxis nach dem Ziel

Bert Brecht sah seine Inszenierungen im Sinne der Aufklärung, nicht der Ablenkung: Ein Beispiel sei das „Brecht-Licht“, das eine Szene gleichmäßig ausleuchtet, das Gesamt-Geschehen durchsichtig macht, statt hinter Kulissen und Vorhängen diffuse Verwicklungen zu konstruieren.

Die Lehrstücke waren zur Ausbildung der Schauspielenden gedacht, die richtigen Fragen zu stellen, statt die überzeugendsten Gefühle und Stimmen zu präsentieren, damit das Denken der Zusehenden möglich bleibt.

Theater vor der Aufklärung

Illusionstheater mit Kulissen und Schminke wollte nach der griechischen Tragödie mit Chören etc. den Spannungsbogen vom Prolog bis zu einem moralischen Ende spannen, wie auch heute noch Hollywood-Filme ein „happy end“ versprechen, wie inzwischen auch eine Klopapier-Marke benannt ist.

Brecht’sche Ansätze über Freire

Augusto Boal bricht im Forumtheater den Spannungsbogen am höchsten Punkt und fordert zum Dialog auf dem Weg zu gemeinschaftlich gut befundenen Lösungen.

Die Joker-Figur führt das Gespräch mit der Forum-Gruppe und dem Publikum in offener Weise:

  • Seid ihr zufrieden?
  • Wollt ihr euch noch besprechen?
  • Wer möchte eine andere Lösung?
  • Magst du spielen?
  • was hat sich geändert?

Für ein „Theater der Empörung“?

Analog zur Ecopedagogy auf dem Weg zur Pädagogik der Empörung von Paulo Freire bis 2. Mai 1997 schrieb Augusto Boal eine Ästhetik der Unterdrückten als Kulturkritik und Abschluss seines Lebenswerkes bis 2. Mai 2009 vielleicht auf Theater der Empörung?

fritz-letsch.blogspot.com/2006/04/gestalt-paedagogik-und-theater-methoden.html

Erich Mühsam – Soldatenlied

Wir lernten in der Schlacht zu stehn
bei Sturm und Höllenglut.
Wir lernten in den Tod zu gehn,
nicht achtend unser Blut.
Und wenn sich einst die Waffe kehrt
auf die, die uns den Kampf gelehrt,
sie werden uns nicht feige sehn.
Ihr Unterricht war gut.

Wir töten, wie man uns befahl,
mit Blei und Dynamit,
für Vaterland und Kapital,
für Kaiser und Profit.
Doch wenn erfüllt die Tage sind,
dann stehn wir auf für Weib und Kind
und kämpfen, bis durch Dunst und Qual
die lichte Sonne sieht.

Soldaten! Ruft′s von Front zu Front:
Es ruhe das Gewehr!
Wer für die Reichen bluten konnt,
kann für die Seinen mehr.
Ihr drüben! Auf zur gleichen Pflicht!
Vergesst den Freund im Feinde nicht!
In Flammen ruft der Horizont
nach Hause jedes Heer.

Lebt wohl, ihr Brüder! Unsre Hand,
dass ferner Friede sei!
Nie wieder reiß das Völkerband
in rohem Krieg entzwei.
Sieg allen in der Heimatschlacht!
Dann sinken Grenzen, stürzt die Macht,
und alle Welt ist Vaterland,
und alle Welt ist frei!

Sein Lehrer und Vorbild Gustav Landauer war Schriftsteller, Anarchist, Anarcho-Pazifist. Er war Vordenker, Akteur sowohl nach der Novemberrevolution 1918 (nach der Pflege seiner an spanischer Grippe erkrankten Kinder) als auch bei der 2. Münchner Räterepublik ab 7.4.19 für 7 Tage als Volkskommissar für Volksaufklärung, wie man es statt Kultusminister sagen wollte. Nach deren gewaltsamer Niederschlagung wurde er von Freikorps-Soldaten im Gefängnis Stadelheim ermordet 7. April 1870 – 2. Mai 1919 – und mit ihm die Rätezeit in Baiern und München

Psychotherapie-Versorgung

Die Spar-Regierung will die Tarife der PsychotherapeutInnen kürzen, ein Zugriff auf Gesundheit und Versorgung, die so schon lange nicht mehr ausreichte, aber so lange wir Oligarchen und Parasiten in der Gesundheitsversorgung besser stellen als die pflegende Bevölkerung, bekommen wir wohl auch schlechtere Bedingungen …

epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_03/_22/Petition_196912.$$$.a.u.html

Der Verband der Ersatzkassen e. V.

(vdek) möchte die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland durch bessere Steuerung und gezielteren Einsatz der personellen und finanziellen Ressourcen verbessern. Insbesondere Versicherte mit schweren und dringlichen Erkrankungen, etwa mit schweren Depressionen, berichten teilweise von langen Wartezeiten und Problemen, einen geeigneten Therapieplatz zu bekommen, und das, obwohl die Kapazitäten und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind. vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/psychotherapie-versorgung-verbessern

GKV-Spitzenverband: Positionspapier zur psychotherapeutischen Versorgung

Rund 4,6 Milliarden Euro und damit 10 Prozent der vertragsärztlichen Vergütung werden für die psychotherapeutische Versorgung aufgewendet.

„Psychische Erkrankungen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer relevanten gesundheitlichen
Herausforderung entwickelt. Jährlich ist etwa jede vierte erwachsene Person von einer psychischen
Erkrankung betroffen. Sie sind die dritthäufigste Ursache für Krankheitstage im Beruf und die häufigste
Ursache für Erwerbsminderungsrenten. Gleichzeitig stellen die etwa 40.000 Psychotherapeutinnen und
Psychotherapeuten nach den Ärztinnen und Ärzten im Bereich der hausärztlichen Versorgung die zweit-
größte Fachgruppe der ambulanten Versorgung dar. Rund 4,6 Milliarden Euro und damit 10 Prozent der
vertragsärztlichen Vergütung werden für die psychotherapeutische Versorgung aufgewendet.“

In München 40 Jahre KontakTee

AKTUELLE Informationen: Die Teestube ist montags von 15 bis 21 Uhr und dienstags bis samstags von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Es gibt wieder warmes Essen um 18 Uhr. Euer Teestubenteam

Das psychosoziale Projekt „KontakTee“ stellt seit über 30 Jahren eine Begegnungsstätte für Menschen mit Psychiatrieerfahrung und psychischen Problemen dar. Zusätzlich beschäftigen wir rund 20 Mitarbeiter mit psyschischen Schwierigkeiten, die bei uns sowohl in der Teestube „KontakTee“ als auch in unserem Ladencafé „Plaisir“ als gastronomische Mitarbeiter/Innen tätig sind.

Ziel aller Bemühungen der professionellen Arbeit von KontakTee ist es, die Lebensqualität von Personen mit psychischen Problemen zu verbessern. Nach unserer Auffassung führt hierzu unter anderem die Reduzierung von Abhängigkeit und Fremdhilfe bei gleichzeitiger Förderung von Selbstfürsorge und Unabhängigkeit. Von diesen Gedanken sind wir bei der Konzeptuierung von Gästearbeit und Beschäftigungsförderung grundsätzlich geleitet.

Nähere Informationen

Förderung

Wir bedanken uns für die freundliche finanzielle Unterstützung bei

KontakTee wird durch das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert.
Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

sozialreferat
bezirk
jobcenter
adventskalender

Wir sind Mitglied beim Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Paritätische Mitglied

Kontakt zum KontakTee

Wir füttern die Reichen …

… wenn wir meinen, besonders günstig zu kaufen.

Der frühere „Sparfuchs“ wurde durch die Konzerne zum „billigen“ Lockvogel umgebaut, und der „geile Geiz“ zum Ausgaben-Falle: Wer billig kauft, kauft zweimal …

Das System verspricht Befriedigung durch Konsum. Tatsächlich jedoch erzeugt Konsum zumeist innere Leere. Daher konsumieren wir noch mehr, weil das Gefühl bleibt, nicht genug konsumiert zu haben, woraufhin …

Demokratie

Bauernaufstände vor 500 Jahren waren die ersten Vorläufer für Freiheitsrechte, Gerechtigkeit und Menschenrechte, sie gingen in den 30jährigen Konfessions- und Besitz-Kriegen unter, die Französische Revolution begann, die Aufklärung zu denken …

Die erste große Revolution 1848 im deutschen Raum der bürgerlichen Studierenden wurde kaiserlich niedergeschossen, nur in der Schweiz setzte sich der Gedanke der direkten Demokratie länger fort … der Untertanengeist siegte hierzulande mit der bürgerlichen Macht und herrschenden Besitzes. Die Geschichte der Bauernaufstände und Bürger-Parlamente wie in Braunau wurde zensiert und bagatellisiert.

Die Geschichte der Revolution und Räterepubliken neu erzählen:

Die Volksherrschaft wurde erst durch die Revolution eingeführt?

Demokratische Ideen gab es schon viel früher, auch ganz praktisch (für die Männer) auch schon in Bauernaufständen, im Protestantismus, in der Schweiz begonnen …

Geschichtsarbeit

Studierte Geschichte und Archäologie hat immer Thesen, denen sie folgt, und die sich nur langsam ändern: Herrscherfolgen und Kriegsgründe, Gottes-Geschichten und Demokratie in früheren Zeiten, wie David Graeber und David Wengrow in „Anfänge“ beschreiben: Menschen haben immer die Wahl: Geschichtsarbeit

Abkunft oder auch Herkunft sind – bis auf familiäre oder regionale Abstammung – in unserer Kommunikation meist ausgeblendet, vorausgesetzt und als Zugangsberechtigung zu Ausbildungen, Betrieben, Kommunikationskreisen stillschweigend gehandelt, wie Benehmen, Kleidung, Reaktions- und Verhaltensweisen.

Politische Supervision arbeitet mit den Welt-Bildern der Teilnehmenden und ihrer Organisation(en), um die Schnittmengen des Bewusstseins und der Menschenbilder, der Abkunft und der Zukunftsfähigkeit der Ideen abzugleichen.

Politische Gruppen brauchen die Fundierung in Geschichte und Leben ihrer Mitwirkenden, sonst werden sie eine Fluktuation unzufriedener Ehemaliger auslösen, die sich leicht zu enttäuschen Feinden entwickeln.

Das Bewusstsein für das breitere Feld fehlt den eingeschworenen Part-Eien, was sie für gesellschaftliches Handeln zu sehr verengt und unfähig macht.

gemeinschaftlich_forschen

gemeinschaftlich Forschen und Lernen in Gruppen und politische Supervision mit Rolf Schwendter im Umkreis der AG SPAK und des Theorie-Arbeits-Kreis Alternative Ökonomie TAKAÖ Psychische Geschichtsarbeit?

Utopien wiederbeleben

Wie ein Projekt entstehen könnte, in dem Platz für mehr Leute ist, die sich ergänzen, vielleicht sogar eine alte Bauern-Wirtschaft wieder in Gang setzen, ein Gästehaus an einer alten Straße …

Eine wirkliche gemeinschaftliche Utopie geht an die grundlegenden Absprachen, Bräuche, Konventionen und Regeln: Warum tragen wir unser Geld immer zu den Reichsten, die es zur Zerstörung der Welt verbrauchen?

Eine heutige Utopie wird auch die weltweite Entwicklung im Blick haben: Wo gibt es schon zukunftsfähige Lebensweisen? Bisher haben unsere persönlichen Träume (oder auch ihre Kränkungen) oft den Start gemacht, nun brauchen wir auch den Blick auf die anderen Kulturen im Pluriversum, um weiter zu denken.

Den Begriff Zukunftswerkstatt prägte Robert Jungk schon in den 1960ern als Vorschlag: Zukunftswerkstätten sind seit den 1980er Jahren gemeinschaftliche Projekte und Prozesse, die von Moderierenden angeleitet werden, damit alle Beteiligten zu Wort kommen können und die drei Schritte ausgewogen durchlaufen werden:

Kritik der Verhältnisse

als Ausgangslage, gemeinsame Bestandsaufnahme auf Grundlage einer Einladung, aus den Beiträgen der Gruppe, möglicherweise notiert, sortiert, gewertet, hinterfragt nach ihrer Entstehungsgeschichte … Kritisches Denken

Anwärmen der Seele durch Kritik statt Jammern

https://gestalt-theater.blogspot.com/2021/05/angst-essen-seele-auf-die-abtrennung.html

gemeinschaftliche Utopien

Utopien sind das Gegenteil von Planwirtschaft und Resignation: Früher oft literarisch gefasst, von Thomas Morus bis Charles Fourier, gesammelt und verglichen von Bloch und Rolf Schwendter

Utopien und gesellschaftliche Träume brauchen gemeinsame Grundlagen, die in der Gesellschaft von Part-Eien, einseitigen Besitz- und Staats-Medien und ständigem Richtungsstreit nur vor Ort zu finden sind: In Nachbarschaften, Genossenschaften, Selbstorganisation und Vereinen

Jürgen Habermas hat seinen Vorwurf, dass die „Idee der Versöhnung“, d. h. letztlich die Idee der Utopie, sich mit Adorno nicht mehr denken lasse, um den Hinweis ergänzt:

Zukunftswerkstätten bringen neue Ideen für die Zeit nach den Fronten – wie Robert Jungk

Gemeinschaftliche Strategien der Einzelgänger

„Oftmals voneinander getrennte Bereiche, wie Körper, Geist, Psyche und Gesellschaft, wie Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit oder Identität, Religion und Krieg können nicht nur getrennt und hochspezialisiert, sondern sollten auch als miteinander zusammenhängende Bereiche in einem holistischen Sinne verstanden werden.“ https://www.pressenza.com/de/2026/04/ueber-die-gefaehrlichkeit-einer-unterkomplexen-wahrnehmung-gesellschaftlicher-vorgaenge/

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